Oberbürgermeisterwahl 2015 - Herzlichen Glückwunsch Jörg Röglin!

Oberbürgermeisterwahl 2015 - Herzlichen Glückwunsch Jörg Röglin!

Endgültiges Ergebnis der Wahl am 7. Juni 2015

 

Merkmal absolut %
Wahlberechtigte 13 963 x
  Wähler 5 984 42,9
    Ungültige Stimmen 113 1,9
    Gültige Stimmen 5 871 98,1
      davon entfielen auf
Röglin, Jörg (EB Röglin) 3 414 58,2
Rieder, Matthias (CDU) 2 457 41,8
 
Gewählter Oberbürgermeister:
Röglin, Jörg (EB Röglin) 3 414 58,2
 
Amtsvorgänger
  Name, Vorname: Röglin, Jörg
  Wahlvorschlagsträger: EB
  gewählt mit ...%: 60,0

© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, 2015 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verarbeitung mit Quellenangabe gestattet

 

Wohin soll es mit Wurzen gehen? - Oberbürgermeister Jörg Röglin stellt sich unseren Fragen

 

Nach der demokratischen Entscheidung unsere Bürgerinnen und Bürger freut es uns, Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin mit 58,2 % der Wurzener Wählerstimmen zur Wiederwahl gratulieren zu können.

Natürlich freuen wir uns darauf, die bisher erfolgreiche Zusammenarbeit weiter fortsetzen zu können und die Entwicklung der Stadt mit voran treiben zu können.
 
Mit der Beantwortung unserer Fragen zu den Schwerpunkten unserer Fraktionsarbeit setzte Herr Röglin einen weiteren Grundstein für die gemeinsame Parlamentsarbeit im Sinne der Stadt Wurzen und aller Bürgerinnen und Bürger.
 
Natürlich wollen wir Ihnen diese nicht vorenthalten und bieten Ihnen an dieser Stelle das komplette "Interview" zum Nachlesen.

IHRE FRAKTION BÜRGER FÜR WURZEN - UWV

 

Innenstadtbelebung & Tourismusausbau

Bürger für Wurzen - UWV:

Im Jahr 2009 erfand sich die Marke Wurzen sozusagen neu. Seitdem untrennbar mit dem hier geborenen „Ringelnatz“ bestimmt sie täglich das Geschehen in und um Wurzen. Trotz der stark verbesserten Außenwirkung der Stadt, stirbt die Innenstadt regelrecht aus. Verwaiste Geschäfte, leer stehende Häuser, fehlende Anziehungspunkte für Alt und Jung – die Bürger tun sich schwer mit einem spontanen Besuch der Innenstadt. Von einem Tourismus-Boom kann man kaum sprechen, viel wurde in den vergangenen 15 Jahren konzeptionell erarbeitet, aber nur wenig umgesetzt. Der „Hafen zum Verweilen“ ist eine gelungene Abwechslung, besonders für die kleinsten Bürger. Die Initiativen der Händler zum Nachtshopping werden ebenfalls rege genutzt, dennoch reicht es nicht aus, um die Innenstadt auf Dauer zu bewahren.

 

Jörg Röglin:

In den sieben Jahren seit meinem Amtsantritt hat sich in Wurzen einiges verändert. Gemeinsam mit Stadtverwaltung, Bürgern und Unternehmen habe ich viel dafür getan, die Außenwirkung der Stadt zu verbessern. Beim Landeserntedankfest 2011 haben wir uns einem breiten Publikum als gute Gastgeber präsentiert, was wir natürlich auch mit dem Tag der Sachsen in diesem Jahr wieder unter Beweis stellen wollen. Gerade im Vorfeld des „Tag der Sachsen“ hat die Stadt Wurzen viele Möglichkeiten sich in Sachsen bekannt zu machen und um Besucher zu werben.

Mit dem Stolperstein-Projekt, dem Schüleraustausch mit Spanien, USA, Schweden und Russland oder neuen Partnerschaften wie mit dem Landkreis Milicz in Polen konnten wir internationale Freundschaften schließen.

Zur Belebung des Tourismus ist die Stadt Wurzen Gründungsmitglied des Tourismusverbandes „Sächsisches Burgenland e.V.“

All dies lebt vor allem von der Mitwirkung und Initiative der Wurzener selbst. Projekte wie das  maßgeblich von den Innenstadthändlern getragene Nachtshopping oder die internationalen Jugendfußballturniere sind Beispiele dafür. Mit dem derzeit in Arbeit befindlichen Parkplatzkonzept, dass, anders als in der Vergangenheit praktiziert, gemeinsam mit den Händlern und Anwohnern der Innenstadt erarbeitet wird, können wir auf positive Effekte hoffen.

Ein weiteres Beispiel ist der “Ab in die Mitte”-Wettbewerbsbeitrag “Wurzen ruft zum Leerstandsboykott” der Standortinitiative Wurzen e.V. aus dem Jahr 2014. Die Idee hinter dem Beitrag ist die Umgestaltung von Schaufenstern zu interaktiven Einkaufsmöglichkeiten. Obwohl das Projekt von der Wettbewerbsjury nicht prämiert wurde, setze ich mich dafür ein, dass zumindest Teile davon mit Unterstützung der Stadt umgesetzt werden können. 

 

Zukunftsorientierte Stadtentwicklung

Bürger für Wurzen - UWV:

Alle Entscheidungen im Bezug auf die Entwicklung einer Stadt ist ähnlich der Rechnung mit einer Unbekannten. Viele der prognostizierten Entwicklungen sind, teilweise zum Glück, nicht immer eingetroffen, so zum Beispiel bewegt sich unsere aktuelle Geburtsrate in der Stadt tendenziell nach oben statt des drastischen Rückgangs. Solche Entwicklung kann man nicht voraussehen, deren Eintreffen fordern jedoch über kurz oder lang entsprechend zukunftsorientierte Entscheidungen. Dem demografischen Wandel jedoch wird sich die Stadt über kurz oder lang nicht entziehen können, so stellt sich die Frage, wie wir dann mit entsprechenden Stadtflächen umgehen: Häusern, Gärten, Freizeiteinrichtungen, Gewerbeflächen und so weiter.

 

 

Jörg Röglin:

Zukunftsorientierte Stadtentwicklung fängt immer bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an. In den Jahren meiner Amtszeit habe ich dafür gesorgt, dass fast die Hälfte unseres kommunalen Haushaltes im Bildungsbereich eingesetzt werden. Dort werde ich auch in den nächsten sieben Jahren den Schwerpunkt meiner Arbeit sehen.

Die Aufgaben der Kommunen werden zukünftig immer umfangreicher, die finanzielle Ausstattung hingegen nicht. Für die Zukunftssicherung ist es daher unabdingbar, nach Lösungen zu suchen, Verwaltungsarbeit effektiver zu gestalten. Wir haben uns im Rahmen des Demografieprojekts „Kooperatives Wurzener Land“ dazu entschlossen, gemeinsam mit den Umlandgemeinden diese Herausforderungen zu meistern.

Mit unseren Nachbarn Thallwitz, Bennewitz und Lossatal möchte ich in den kommenden Jahren das Netzwerk der Kooperation noch enger knüpfen. Die Zusammenarbeit soll dabei vor allem bei der Modernisierung der Verwaltung, der Reduzierung der Betriebskosten für jede einzelne Gemeinde und der Nutzung erneuerbarer Energien in jeder Gemeinde vertieft werden.

 

Sicherung des Wirtschaftsstandortes Wurzen

Bürger für Wurzen - UWV:

Seit jeher ist Wurzen ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort, dessen regionale Bedeutung es zu erhalten gilt. Viele Unternehmer haben dies auch durch massive Investitionen in ihre Produktionsstätten und nicht zuletzt in einer Befragung der IHK zum Ausdruck gebracht. Dadurch glänzt Wurzen ebenfalls mit einer Arbeitslosenquote von 6,6% im Oktober 2014.

 

Jörg Röglin:

Während meiner Amtszeit hat die Stadt Ansiedlungs- und vor allem Erweiterungswünsche der Wurzener Unternehmen mit allen Kräften unterstützt. So haben wir mit Fördermitteln den Platz für die Erweiterung der GEA und der cryotec geschaffen. Mit dem Abbruch eines Teils der alten Teppichfabrik ist Raum für ein Handwerkerzentrum entstanden, auf dem sich viele kleine und mittelständische Betriebe ansiedeln.

Aber nicht nur mit Geld, sondern auch mit tatkräftigem Einsatz werden für Unternehmen bessere Rahmenbedingung geschaffen. So geschehen bei der Sanierung des Anschlussgleises für PQ Europe, bekannt als Wasserglasfabrik. Nach jahrelangen und schwierigen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn und dem Freistaat Sachsen, ist das Gleis in diesem Jahr endlich saniert worden. Für das Unternehmen ist das ein wichtiger Standortvorteil.

Neben infrastrukturellen Bedingungen sind häufig auch die weichen Standortfaktoren von Bedeutung. Dort werden von den Unternehmen immer mehr Fachkräfte und Betreuungsplätze für Kinder nachgefragt. Dem tragen wir Rechnung:

Fast die Hälfte unseres kommunalen Haushaltes verwenden wir für die Ausstattung und Instandhaltung von Kindertagesstätten und Schulen. Für die flexible Kinderbetreuung haben wir z. B. in Wurzen und in Kühren flexible Öffnungszeiten bis 19:00 Uhr eingeführt. Auch in den kommenden sieben Jahren werde ich diesen Kurs weiter verfolgen.

 

Parteiübergreifende & transparente Politik für Bürger

Bürger für Wurzen - UWV:

Die Wahlbeteiligung bei der letzten Kommunalwahl im Mai 2014 lag trotz des schönsten Sonntagswetter bei lediglich 41,6 %.  Auch die Landtagswahl Ende August zog mit  49,1 % nur knapp die Hälfte aller sächsischen Wähler an die Wahlurnen. Diese „Politikverdrossenheit“ ist natürlich gefährlich, denn die Wahl, wer in den nächsten Jahren wichtige Entscheidungen in Wurzen treffen wird, liegt bei dem Kreuzchen der Bürger.

 

Jörg Röglin:

Seit Kurzem ist die neue Homepage der Stadt Wurzen in Betrieb genommen worden. Diese soll bürgernahen Service bieten und die Arbeit der Verwaltung transparenter als bisher ausweisen. Darüber hinaus sollen auch Informationen zur Arbeit im Stadtrat und den Ausschüssen, wie z. B. Sitzungsprotokolle oder Beschlussvorlagen, für die Bürger online verfügbar werden. Dadurch werden Entscheidungen für die Bürger besser nachvollziehbar und es entstehen mehr Mitsprachemöglichkeiten.

Wie schon bisher werde ich als Oberbürgermeister auch weiterhin für die Bürger unkompliziert erreichbar sein. Zwar habe ich keine regelmäßigen Sprechzeiten im eigentlichen Sinne, aber auch künftig genügt ein Anruf in meinem Büro, um einen Termin für ein persönliches Gespräch zu vereinbaren. Immer vor den Ortschaftsratssitzungen haben zudem die Bürgerinnen und Bürger der Ortsteile die Gelegenheit, direkt mit mir ins Gespräch zu kommen.

Egal, ob es um die Haushaltsplanung, um ein Problem mit dem Abwasser oder dem Bebauungsplan geht oder den besten Standort für einen Kita- oder Schulneubau, auch in den nächsten sieben Jahren werde ich die Stadt nicht vom Schreibtisch aus regieren, sondern gemeinsam mit meinen Verwaltungsmitarbeitern, den Entscheidungsträgern im Stadtrat und den Betroffenen vor Ort nach der besten Lösung suchen.

 

Ausbau der Barrierefreiheit für Wurzen.

Bürger für Wurzen - UWV:

Holprige Straßen, Wege, Übergänge. Fehlende Straßenlampen oder schlecht ausgebaute Fußwege, aber auch die Erreichbarkeit der Stadt und Ortsteile mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann nicht immer garantiert werden. Barrieren sind vielfältig und finden sich fast überall im Alltag unserer Bürger: egal ob es dabei um körperliche Beeinträchtigungen, Fortbewegungsmittel oder mangelnde Erreichbar, z.B. der Stadtverwaltung geht.

 

 Jörg Röglin:

Mobilität ist auch im Hinblick auf den demografischen Wandel ein wichtiger Handlungsschwerpunkt für die Zukunft nicht nur der Stadt Wurzen, sondern des gesamten Wurzener Landes. Dies hat sich u. a. in den Gesprächen im Rahmen des Demografieprojekts Westsachen gezeigt. Wir haben in der Stadt Wurzen in den letzten Jahren einiges dafür getan, Barrieren abzubauen. So achten wir beispielsweise beim Ausbau oder der Sanierung von Straßen und Gehwegen verstärkt auf behindertengerechte bzw. für Rollatoren und auch Kinderwagen geeignete Ausführungen.

Interessante Denkansätze für die Verbesserung der Mobilität in Stadt und Umland gab es kürzlich beim 2. Sozialen Runden Tisch Wurzen, hier werden wir künftig gemeinsam mit den Akteuren aus verschiedensten sozialen Bereichen nach Lösungen suchen, sei es im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs oder des Ausbaus von Rad- und Gehwegen.

In den kommenden sieben Jahren möchte ich die Erreichbarkeit vor allem der Verwaltung noch besser gestalten. Dazu wird die neue Homepage gehören, auf der in Kooperation mit den Gemeinden des Wurzener Landes Verwaltungsthemen direkt online abgearbeitet werden können. Diese soll bürgernahen Service bieten und die Arbeit der Verwaltung transparenter als bisher ausweisen. Durch den Einsatz von E-Gouvernment können die Wurzener in besserem Kontakt mit unseren Ämtern stehen.

 

Mehr Grün in unserer Stadt.

Bürger für Wurzen - UWV:

Trotz der Vielzahl an Gartensparten rund um die Stadt und innerhalb der Ortsteile wünscht sich ein großer Teil der Bürger bedeutend mehr Grünflächen innerhalb der Ortschaft zum Verweilen und Kraft tanken. Dass bestehende Blumenkübel leider viel zu oft Opfer überflüssiger und sinnloser Gewalt werden ist natürlich ebenfalls nicht unbekannt. Aber auch das Problem der Hinterlassenschaften von unbelehrbaren Hundehaltern, fehlenden Mülleimern oder Sitzgelegenheiten in der Innenstadt fallen negativ auf.

 

 

Jörg Röglin:

Im Jahr 2012 hat sich Wurzen beim Wettbewerb „Entente Florale – Gemeinsam aufblühen“ beworben und auf Anhieb eine Bronzemedaille erringen können. Viele Wurzener haben sich damals engagiert, um die Stadt für diesen Wettbewerb herauszuputzen, für mehr Grün und für bunte Blickfänge zu sorgen. Mit der schriftlichen Analyse der Wettbewerbsjury erhielten wir einen Blick von außen und dadurch auch neue Lösungsansätze für bekannte und von den Experten registrierte Probleme.

Darauf aufbauend haben wir vonseiten der Stadt immer wieder Initiativen von Bürgern, Schulen und Vereinen zur Stadtverschönerung gefördert und unterstützt, teilweise durch personelle Unterstützung, insbesondere durch den Bauhof, teilweise durch finanzielle Hilfe. Einige Projekte wurden beispielsweise von den Schülern der „grünen Berufe“ im BSZ auf die Beine gestellt. Im letzten Jahr haben Schüler der Pestalozzi-Oberschule im Rahmen des Neigungskurses „Grüner Daumen“ für Menschen im betreuten Wohnen des DRK in der Eilenburger Straße Anpflanzungen vorgenommen. Im Umfeld ihrer Schule wurden u. a. Baumscheiben von den Schülern begrünt.

Auch zukünftig werde ich solche Initiativen zur Verschönerung unserer Stadt fördern und unterstützen. Und schon 2012 waren sich alle Beteiligten darüber einig, dass sich die Stadt nicht zum letzten Mal für den Wettbewerb „Entente florale“ beworben hat.

 

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